Montag, Dezember 11, 2017

US-Singlebörse zieht komplett von Los Angeles nach Berlin

Online Dating News, Köln - Nix "America First", Herr Trump: US-Singlebörse gibt Standort in Los Angeles auf und eröffnet neues Hauptquartier in Berlin. Was steckt dahinter? Werden die USA als Wirtschaftsstandort unattraktiver oder überzeugt der Berliner Startup-Charme?


Im Frühjahr 2017 wunderte sich die Börse über den Zusammenschluss einer großen börsennotierten US-Singlebörse mit der deutschen Partneragentur "eDarling".

Nun wird der Sinn klar, wie Singleboersen-Vergleich.de recherchiert hat: 200 Arbeitsplätze wurden aus dem teuren Kalifornien ins günstige Berlin verlegt...

Der US-Anbieter "Spark Networks" betreibt diverse spezielle Datingportale für jüdische (jdate.com) oder christliche Singles (ChristianMingle) - und erzielt damit rund 30 Mio. USD Umsatz pro Jahr. Davon blieb bisher allerdings nicht allzuviel übrig, da allein horrende Miete und die hohen Gehälter in der LA-Zentrale einen Großteil verschlangen.

In Berlin macht es die Affinitas GmbH besser

Aus einem schicken Berliner Loft-Büro heraus steuert seit 2009 ein bunter Haufen von 230 Programmierer, Vermarkter und Kundenbetreuer aus 40 Ländern die international rennomierte, nur hierzulande nicht allzu bekannte Partnervermittlung "eDarling" - Jahresumsatz rund 90 Mio. USD.

Diese beiden Unternehmen sind nun eins geworden, allerdings nicht ganz so, wie es sich ein Herr Trump gewünscht hätte: Abgesehen von ein paar Finanzleuten, die in New York die Spark-Börsenberichte zusammentippen, und einer Handvoll mormonischer Hausfrauen in Utah, die Kundensupport für die jüdischen und christlichen US-Mitglieder machen, wurde Spark Networks in den USA komplett dichtgemacht.

Ein paar der führenden Spark-Köpfe wurden samt Familien und  Haustieren nach Berlin verfrachtet, ansonsten war es das mit "We make America great again".

Was macht Spark Networks eigentlich? Alle Infos in unserem PDF.