Freitag, September 30, 2016

Verfahren gegen LOVOO eingestellt

Online Dating News, Köln – Anfang Juni 2016 ging die Verhaftung zweier Geschäftsführer von LOVOO durch die Presse. Nun wurden die Betrugsermittlungen gegen eine Zahlung von 1,2 Millionen Euro eingestellt.

Insgesamt 12 Mitarbeitern des Dating-App-Anbieters wurde vorgeworfen, dass sie vor allem männlichen Nutzern mit falschen weiblichen Profilen zum Geld ausgeben animiert haben. Mit dieser Vorgehensweise soll LOVOO innerhalb eines Jahres knapp 1,2 Millionen Euro von Mitgliedern erschlichen haben. Nach anonymen Hinweisen wurden dann im Sommer 2016 Razzien durchgeführt und die Geschäftsführer verhaftet.


Ermittlungsverfahren eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Dresden begründet die Einstellung des Verfahrens mit mehreren Argumenten. Zum einen ist der individuelle Schaden des einzelnen Nutzers recht gering (je nach Fall ist von einem Betrag zwischen 20 Cent und 20 Euro auszugehen), zum anderen seien die Beklagten bislang nie straffällig geworden und zeigten sich von Beginn der Ermittlungen an kooperativ.

Forderungshöhe gegen LOVOO

Den Beschuldigten stehen nun Forderungen zwischen 5.000 und 390.000 Euro ins Haus. Circa 900.000 Euro gehen an gemeinnützige Einrichtungen in Sachsen, 300.000 Euro landen in der Staatskasse.

Warum zahlt der Flirt-App-Anbieter?

Das Unternehmen ließ verlauten, die Beklagten haben diesen hohen Zahlungsaufforderungen zugestimmt, damit das Ermittlungsverfahren LOVOO nicht weiter belastet. Des Weiteren setzt LOVOO alles daran in den kommenden Monaten das Vertrauen sowohl seiner Kunden als auch Partner wieder zu stärken. Dafür werden unter anderem momentan Optionen zur Verifizierung von Profilen und weitere Optimierungen der Dating-App entwickelt.