Dienstag, Juli 22, 2014

Muss Parship seine Gebühren ändern?

Online Dating News, Köln -- 22.07.2014 – Nach dem Urteil des Landgerichts (LG) Hamburg muss Parship Wertersatzforderungen im Falle eines Widerrufs anpassen.

Laut dem Urteil darf Parship, wenn ein Kunde innerhalb der zweiwöchigen Frist seine Mitgliedschaft widerruft, keine überzogenen Kosten einfordern. Der künftige Wertersatz basiere nun auf der Intensität der Benutzung des Portals durch den Kunden innerhalb der zwei Wochen.

Das Gericht urteilte nun, dass die bisherigen Forderungen gegen die gesetzliche Regelung verstoßen. Bislang konnte die Online-Partnervermittlung bis zu drei Viertel des Produktpreises für den vom Kunden abgeschlossenen Vertrag als Wertersatz fordern.

Parship-Sprecherin Vitesse Hoepfner auf Nachfrage von Golem.de: "Selbstverständlich kommen wir unserer gesetzlichen Verpflichtung nach und gewähren unseren Mitgliedern ein 14-tägiges Widerrufsrecht."

Das Urteil könnte jedoch eine Begünstigung all jener mit sich führen, die durch einen taktischen Massenversand von E-Mails in kürzester Zeit viele Kontakte erreichen wollen. Dies hätte zur Folge, dass Parship den an sich gestellten Anspruch nach qualifizierten, seriösen und ernsthaften Kontaktanfragen senken müsste.

Hoepfner weiter: "Deshalb dient bei uns nicht die Laufzeit, sondern die Anzahl der geknüpften Kontakte - also der Kern unserer Dienstleistung - als Basis für den Anspruch auf Wertersatz. Eine Berechnungsgrundlage, an der wir zum Schutz unserer Mitglieder auch zukünftig festhalten werden. Gegen die aktuelle Entscheidung des Landgerichts Hamburg werden wir umgehend Berufung einlegen, sobald uns das Urteil zugestellt wurde, das nicht rechtskräftig ist.“.






Quelle: golem.de