Montag, Juli 22, 2013

Cupid verkauft Benaughty und Flirt.com


Online Dating News, Köln -- 22.07.2013 -- Vor kurzem haben wir über den Skandal um Cupid Plc berichtet. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen in Betracht gezogen, seine Casual Dating Portale zu verkaufen. Jetzt ist es soweit: Das Online-Dating Unternehmen Cupid bestätigte einen großen Deal. Für £45.1 Millionen verkauft es seine Casual Dating Seiten an Firma von einem Co-Gründer von Cupid. 

Der Verkauf beinhaltet die Dating-Seiten flirt.com und benaughty.com. Außerdem ist auch eine Software-Lizenvereinbarung mit Grendall im Wert von £2 Millionen in Kraft getreten. Grendall besitzt ein Portfolio von Online-Dating-Seiten und wird von Cupid Mitbegründer und dem Aktionären Max Polyakov verwaltet. Cupid wird aber weiter eine Reihe von bekannten Online-Dating-Seiten weiter betreiben, sowie einige Nischen-Seiten. Das beinhaltet cupid.com, Amour.com, Uniform.dating.com und Canoodle.com – außerdem betreiben sie weiterhin einige internationale Seiten. Die Seite speeddater.com wird auch weiterhin aktiv bei Cupid laufen.

Die Cupid-Aktie stieg nach diesem Deal um 16,5% auf 84.5 Pfund. In einer Börsen-Ankündigung verriet das Management von Cupid, dass die Casual-Dating-Seiten nicht in ihr langfristiges Konzept und Strategie passen würde.
Das Statement von Cupid beinhaltet, dass Kunden von Nischen- und Mainstream-Dating zunehmend eine höhere Qualität fordern und das dies ein lohnender Bereich für Unternehmen sein kann, wenn man sich darauf fokussiert. Im Gegensatz dazu sagt Cupid, dass der Casual-Markt immer mehr Verlangen nach erwachsenen orientierten Inhalt generiert und dass dieser Verlauf ein Ende des Datings zur Folge hat, welches die Firma nicht verfolgen möchte.

Weiter heißt es im Statement, dass Cupid in den vergangen Jahren zunehmend in Fusionen und Übernahmen von Nischen-Seiten und Mainstream-Dating-Seiten geschaffen und vollzogen hat und nach diesen auch weiter in die Seiten investiert hat. Das Unternehmen glaubt, dass solche Seiten langfristig gesehen mehr Potenzial haben. Deswegen wird in Nischen- und Mainstream-Dating-Seiten mit großer Qualität mehr investiert. Der Schritt soviel Geld eingenommen zu haben, ist ein guter für Cupid, so das Statement.

Auch Cupids Vorstandschef Bill Dobbie sagte, dass der Verkauf ein "signifikant positiver Schritt" für Cupid war. Die Einnahmen werden Cupid erlauben, weiter die verbleibenden Seiten zu stärken und weiter zu investieren, um die Seiten zu verbessern. Außerdem können so auch mehr Renditen ausgezahlt werden, so Dobbie. Die Hauptmärkte, wo Cupid agiert, – also Großbritannien, Europa, Nordamerika und Australien – blieben unverändert.

Anfang dieses Jahres streitete Cupid den Vorwurf ab, man würde Benutzerprofile erstellen, um neue Kunden zu locken. Nach einer BBC-Sendung geriet Cupid in Verdacht. Ein unabhängiger Bericht fand keine Beweise dafür, dass das Unternehmen gefälschte Profile nutzte. Trotzdem gab es einen Bericht, der aussagte, dass das Personal von Cupid nicht klar erkennbar war, was für Verwirrung bei den Kunden sorgte. Als Ergebnis hat Cupid das „Motivations-Team“ durch ein „Dating-Berater-Team“ ausgetauscht. Zudem stellte Cupid neue Führungskräfte ein und es ist auch in diesem Jahr noch zu erwarten, dass es weitere Veränderungen im Management geben wird.