Freitag, September 09, 2011

AshleyMadison schlägt wieder zu! Seehofer wird zur Werbefigur!

Online Dating News, Köln -- 08.09.2011 -- Wer neulich am Alexanderplatz in Berlin vorbeigelaufen ist, könnte vielleicht etwas irritiert sein. Was macht Horst Seehofer auf dem großen Plakat an der Fassade eines Hotels? Die Landtagswahlen in Bayern sind erst für 2013 geplant… und noch diese imponierende Gesellschaft von Bill Clinton und Arnold Schwarzenegger… Was verbindet diese Männer tatsächlich?


Wir erinnern uns langsam an das unvergessliche Plakat des Fremdgehportals AshleyMadison mit dem König Juan Carlos in der Einkaufstraße von Madrid, das vor einigen Wochen um allgemeines Aufsehen sorgte. Jetzt wirbt der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer unfreiwillig für die kontroverse Seitensprungagentur. Warum eigentlich nicht? Ashley Madison sieht in den Politikern wie Seehofer, Schwarzenegger oder Clinton ideale "Beispiele dafür, wie man es nicht macht". Die Werbebotschaft ist hier eindeutig: Wenn schon fremdgehen, dann richtig. Wer wie Seehofer in Amt und Würden stehe, sollte den Teufel tun, sich erwischen zu lassen, so das Unternehmen.

Seehofer wurde ungefragt in die Werbung hineingezogen, deswegen könnte er theoretisch gute Chancen auf Schmerzensgeld oder Honorar bekommen, wenn er wegen Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsschutzes vor Gericht ziehen würde, so Udo Branahl, Professor für Medienrecht an der TU Dortmund. Nach seiner Einschätzung könnte er mit höchstens einigen Tausend Euro rechnen. Noel Biedermann, der AschleyMadison- Gründer befürchtet anscheinend keine rechtlichen oder finanziellen Konsequenzen. Für die Bildrechte hat er bezahlt, und Affären seien als Thema unproblematisch, nachdem sie öffentlich geworden seien. Und die einige Tausend Euro, falls es dazu käme? Nach dem Umsatz aus dieser PR-Aktion soll das kein Problem sein ;=)