Dienstag, Juni 10, 2008

Expertengespräch bei Neu.de

Online Dating News, Köln -- 10.06.2008 --

Die Singlebörse Neu.de lud die Tage zum Expertengespräch in das Literaturcafe in München. Thema der Veranstaltung war "Evolution der Partnersuche".

Unter der Moderation von Autorin und Schauspielerin Kim Fisher diskutierten Psychologen, Journalisten und Autoren über veränderte Rollenverteilungen, Annäherung der Geschlechter beim Flirten und neue Spielregeln bei der Partnersuche u.a. durch den Trend des Online-Datings.

Henning Wiechers vom Singlebörsenvergleich betonte die Bedeutung der Online-Partnersuche ergänzte: „Nichtsdestotrotz stehen wir noch am Anfang dieser Entwicklung. Die Deutschen müssen die Spielregeln des Online-Datings erst noch lernen, um erfolgreich zu sein.



Der Sozialpsychologe Prof. Dr. Manfred Hassebrauck von der Universität Wuppertal ging auch auf die Schwierigkeiten der Partnersuche via Internet ein. So merkte er an, dass auf Grund des unglaublich großen Angebot von Singles die Gefahr besteht, "dass man sich man sich schnell für den Erstbesten – statt den Besten entscheidet.

Die Autorin Jurate Baronas („Lessons in Love – Wie Mann und Frau die große Liebe finden“) referierte über die veränderten Rolle der Frau in der Beziehung und kam zu dem Ergebnis: „Frauen haben es heute nicht mehr nötig, in einer Partnerschaft zu leben, weil sie gelernt haben, auf eigenen Füßen zu stehen – und dabei auch Spaß zu haben. Deswegen stehen wir uns mit unseren himmelhohen Ansprüchen selbst im Weg. Unser Partner muss alles haben. Er soll humorvoll, intelligent, attraktiv, liebevoll, kinderlieb, bodenständig, aufmerksam und dazu noch gut im Bett sein. Wir sollten uns aber fragen: Können wir selbst das alles leisten?

Die Online-Partnersuche sieht Jurate Baronas als „Spielwiese für die Partnerwahl, die man neugierig und unvoreingenommen ausprobieren sollte“.

Autorin Barbara Sichtermann („Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs“) stellte eine Veränderung der Geschlechter im Rollenverhalten bei der Partnerwahl fest. Nichtsdestotrotz hält sie fest „Letztlich entscheidet Amor selbst, auf wen er schießt – er lässt sich nicht bestellen oder von Ort, Zeit oder Art und Weise beeinflussen. Online-Dating kann deswegen nur eine Plattform für das Kennenlernen sein. Verlieben muss man sich in der Realität.Wie wahr!

Einig waren sich alle Experten darin, dass sich die Rollen im Beziehungsspiel verändert haben: Männer sind heute nicht mehr Jäger und Frauen sitzen nicht mehr im wohligen Nest – auch sie gehen aktiv auf die Jagd. Daran müssen sich alle erst einmal gewöhnen und Online-Dating bietet dafür eine willkommene Plattform.

Sie kann zwar keine Liebe erzwingen, aber Perspektiven schaffen: „Die Kompatibilität der Profile kann zwar nicht vorhersagen, ob sich jemand verliebt. Aber wenn die Gefühle eintreten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Beziehung dauerhaft funktioniert, sehr groß – weil sie einfach zueinander passen.“ Mit diesem Worten machte Sozialpsychologe Hassebrauck abschließend allen Suchenden Mut, ihr Glück in die Hand zu nehmen und aktiv zu werden.

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