Freitag, Januar 04, 2008

Trends beim Online Dating 2008

Online Dating News, Köln -- 04.01.2008 --

Ein schickes neues Jahr wollen wir unseren geschätzten Lesern zurufen, um dann wie immer direkt zum Tagesgeschäft überzugehen, Rheinländer sind wirklich unlustige Menschen;-)

Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter der Datingbranche. In unserer "Online Dating Anbieter Studie 2007" befragten wir die Unternehmen nach Ihrer Einschätzung der Umsatzentwicklung für 2007. Wir sind selber sehr gespannt, ob die von der Branche prognostizierten 127 Millionen Euro Marktvolumen im abgelaufenen Jahr getopt wurden oder die Messlatte etwas zu hoch aufgelegt war. Aber auch wenn wir schon nach unserem nächsten Online-Dating-Report gefragt werden, gut Ding brauch bekanntlich immer seine Zeit...

Gerade zum Jahreswechsel wurden wir immer wieder gefragt, welche Trends wir für 2008 beim Online Dating sehen. Unsere spontane Antwort war eigentlich immer: "Adult Dating", "Portale für Sexkontakte" oder "Portale für erotische Kontakte", je nachdem wer unser Gesprächspartner war und wie politisch korrekt wir uns ausdrücken mussten.

Oft sahen wir dann ganz entsetzte Blicke und natürlich wurden wir als nächstes dann gefragt, wie wir denn darauf kommen. Ganz einfach, die Frauen machen den Trend! In den ersten Jahren waren die Damen beim Online Dating deutlich zurückhaltender als die Herren der Schöpfung und das auf den Startseiten der Singlebörsen prangende Verhältnis M/W meist dem Wunschtraum eines Marketingmanagers entsprungen.

Misstrauisch gaben Frauen im Profil von sich so wenig Preis wie möglich. Das Motto "Carpe Diem" schien für die Damen als Grundgesamtheit zu gelten und Fotos konnte man im Profil einer Frau so gut wie nie erblicken. Dieselbe vornehme Zurückhaltung war bei der Kommunikation zwischen den Geschlechtern zu beobachten. Manchmal hatte man fast das Gefühl, Frauen würden es als unsittlich empfinden einen Mann selbst anzuchatten.

Aber gerade das Verhalten der Frauen hat sich grundlegend geändert. Frauen geben bei den Singlebörsen mittlerweile den Ton an. Fotos im Profil haben sie meist mehr als eins und das die Qualität in der Regel besser ist als bei den Männern, versteht sich fast von selbst.

Als wir im letzten Jahr die Mottos in den Profilen untersuchten, lagen auch da die Frauen in Punkto Abwechslung und Witz weit vorne und wer als Mann von einer Frau noch nie angechattet oder angeschrieben wurde, macht definitiv etwas falsch.

Man kann also zusammenfassend sagen, dass Frauen das "Online Dating" wesentlich besser in allen Facetten "erforscht" haben. So ist ihnen auch nicht entgangen, dass man einen Mann auf der Suche nach einer Lebenspartnerin, wesentlich eher in einer Partnervermittlung wie PARSHIP & Co. finden kann, als bei einer Singlebörse. Deshalb sehen wir die grossen Partnervermittlungen PARSHIP, ElitePartner und Be2 auch weiterhin auf Wachstumskurs.

Zahlreiche Männer dagegen kann man noch heute - meist als "Nicht-Premium-Mitglied" - unter mehreren Profilen in verschiedenen Singlebörsen nach dem "Prinzip Schrotflinte" antreffen: "Irgendwo wird mich irgendeine schon ansprechen..."

Frauen sind hier deutlich zielgerichteter unterwegs. Die Damen, die einen festen Lebenspartner suchen, wenden sich wie erwähnt vermehrt den Partnervermittlungen zu. Aber noch zahlreicher ist eine Abwanderung des weiblichen Geschlechts von den Singlebörsen zu den "Portalen für Sexkontakte" wie dem Joyclub oder FirstAffair zu beobachten.

Wenn man die Damen nach dem Grund fragt, so bekommt man sinngemäß meist folgende Antwort:

"Bei den Singlebörsen dreht es sich doch meist auch nur um "das Eine... Da würde ich aber nie meine Neigungen ins Profil reinschreiben oder gewagtere Bilder hochladen und außerdem kaufe ich da nicht die Katze im Sack, sondern kann mir vorher ein "Bild" von ihm machen. Also gehe ich lieber gleich zu einem Anbieter für "erotische Kontakte..."

Die Profile z.B. beim Joyclub sind erstaunlicherweise oft deutlich aufwendiger ausgefüllt als bei den meisten Singlebörsen und die Qualität der Bilder ist ebenfalls ungleich höher. Die für das "Genre" so berüchtigten Bilder des männlichen Geschlechtsorgans sind übrigens dort im FSK16-Bereich genauso selten zu finden, wie der Yeti im Himalaya.

Die "Portale für Sexkontakte" unter "billigen Schmuddel-Seiten" einzuordnen und auf die leichte Schulter zu nehmen, wäre auf jeden Fall der der grösste Fehler, den die Singlebörsen-Betreiber in 2008 machen können.