Montag, Juni 11, 2007

Social Networking vs. Singlebörsen

Online Dating News, Köln -- 11.06.2007 --

Schon einmal gingen wir auf die aktuelle Disskusion ein, ob die Social Networks den Singlebörsen in der Zukunft den Rang ablaufen. Gerade angesichts der enormen Kaufpreise für Social Networks, z.B. angebliche 85 Mio. Euro bei StudiVZ, wird oft gefragt, wie sich solch ein Kauf rechnen kann.

Wen diese Fragestellung interessiert, dem empfehlen wir die Projektarbeit "Geschäftsmodelle und crossmediale Strategien von Web 2.0 Plattformen" zu lesen, die gerade auf StudiVZ und auch Xing explizit eingeht.

Wir möchten hier nur kurz ein paar interessante Zahlen der Projektarbeit darstellen:

  • "Xing verzeichnete Ende Dezember 2006 einen Stand von annähernd 1,7 Mio. Mitgliedern (Stand 31.12.2006). Xing verzeichnete damit seit dem Start im November 2003 einen durchschnittlichen Anstieg der Mitgliederzahl um annähernd 1350 % jährlich, allein im letzten Quartal 2006 wuchs die Community um 250.000 Mitglieder."

  • "Ca. 60% der Basis-Mitglieder und ca. 89% der Premium-Mitglieder haben sich dabei monatlich regelmäßig auf der Plattform eingeloggt. (Eigene Daten der OPEN Business Club AG für Juli-Dezember 2006)"

  • "Die Anzahl der zahlenden Premium-Mitglieder erhöhte sich zum Stichtag 31. Dezember 2006 auf über 221.000 Mitglieder von ca. 189.000 zum 30. September 2006. Dies entspricht einem aktuellen Anteil zahlender Premium-Mitglieder von rund 13 Prozent."
  • "Die monatliche Kündigungsquote lag im Jahresendquartal bei etwa lediglich 1,9 Prozent."
  • "Im Kalenderjahr 2006 erzielte die OPEN Business Club AG Umsatzerlöse von ca. 10,1 Mio. Euro."

  • "Bei StudiVZ fallen die enormen Wachstumsraten der Mitgliederzahl auf. Bis zu 1000 Studenten registrieren sich täglich neu, bei einer Wachstumsrate von bis über 5 % pro Tag."

  • "Bis zu zwei Drittel der Studis nutzen täglich das StudiVZ."

Die Verfasser enden übrigens mit folgender Anwort auf die am Anfang der Arbeit gestellte Frage, ob StudieVZ die 100 Millionen Euro Kaufpreis wert ist:


Angesichts immer weiter steigender Nutzerzahlen und einer immer größeren Differenzierung des Online-Angebotes stellen gerade solche Plattformen, die es schaffen, User einer demografisch klar eingegrenzten Gruppe (siehe StudiVZ) gleich in Millionenhöhe auf sich zu vereinen, für finanziell potente Werbetreibende eine sprichwörtliche „Marketing-Goldgrube“ dar – und der Zugang zu mehr als 1,5 Millionen Studenten und zu deren Interessen gleichzeitig ist sicherlich die bezahlten 100 Millionen Euro wert.

1 Kommentar:

Andreas meinte...

Ich denke dass die Singleboersen auf Dauer nnicht so populaer sein werden, da die SN ( SocialNetworkx) ein viel breiteres Spektrum abdecken.