Sonntag, November 12, 2006

Nutzerzahl von Singlebörsen steigt um 24 Prozent


Berlin -- 07.11.2006 -- Pressemitteilung von BITCOM

Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit gehen die Deutschen wieder auf Partnersuche im Internet. Allein im September zählten die Singleportale rund 7,2 Millionen verschiedene Besucher ab 15 Jahren. Das ist ein Plus von 24 Prozent im Vergleich zum September 2005. Damals lag der Wert noch bei 5,8 Millionen, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin mitteilte. Die Angaben basieren auf einer Analyse der Marktforscher von Comscore Networks. Sie verfolgen weltweit das Surfverhalten von über zwei Millionen Internetnutzern. „Der Online-Dating-Markt ist längst zu einem Millionengeschäft geworden. Allein in Deutschland gibt es mehrere Dutzend Anbieter“, sagte BITKOM-Bereichsleiter Florian Koch.

Hoch ist das Interesse vor allem in den Großstädten. Hier wohnen besonders viele Singles. Das deutet auch eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes an. Demnach lebt in Berlin in jedem zweiten Haushalt nur eine Person. Im Vergleich der Bundesländer ist dies absoluter Rekord. Auf den Plätzen zwei und drei folgen mit Hamburg (48,67 Prozent) und Bremen (48,18 Prozent) ebenfalls Stadtstaaten. Ein ganz anderes Bild ergibt sich hingegen in Sachsen-Anhalt und Brandenburg. In den beiden ostdeutschen Flächenländern beträgt der Anteil der Einpersonenhaushalte an allen Haushalten gerade einmal rund 35 Prozent.

Beflügelt werden die Singlebörsen von der Verbreitung schneller Zugänge zum Internet. Sie erlauben es beispielsweise, auch größere Bild-Dateien unkompliziert ins eigene Profil zu laden. In Deutschland hat inzwischen jeder dritte Privathaushalt einen Breitband-Anschluss. „Der zunehmende Wettbewerb und der technologische Fortschritt sorgen für fallende Preise bei gleichzeitig schnelleren Verbindungen“, sagte Koch. Innerhalb von nur zwei Jahren hat sich die Zahl der schnellen Internetanschlüsse verdoppelt. Der BITKOM schätzt, dass Ende dieses Jahres 35 Prozent der Haushalte über einen Breitbandzugang verfügen, Anfang 2009 sogar 50 Prozent.