Samstag, Februar 11, 2006

Die Dating-Gerüchteküche brodelt II

Team SBV, Hamburg -- 11.02.2005 -- Der langjährige CEO von eharmony Greg Forgatch räumt seinen Stuhl für Jaynie M. Studenmund, die bereits seit 2005 Boardmitglied ist und über exzellente Beziehungen zu verschiedenen Bankinstituten verfügt.

Die MBA-Absolventin der Harvard Business School hat einen ausgezeichneten Lebenslauf vorzuweisen. Vor eharmony war sie ab 2004 als COO bei Overture und davor als COO und President bei PayMyBills.com tätig. Ihre früheren Stationen waren Countrywide Bank, aQuantive, Western Asset, and Forest Lawn - alles durchweg renommierte US-Investmentbanken.

Der Wechsel vom quasi "familiengeführten" Unternehmen (Greg Forgatch ist mit einer Tochter des eharmony-Gründers Dr. Neil Clark Warren verheiratet) zu einem CEO, der kein Mitglied das Warren-Clans ist, werten Insider in den Staaten als ersten Schritt von eharmony in Richtung Aktiengesellschaft. Die Businessweek geht sogar noch einen Schritt weiter und sieht den Wechsel in der Unternehmensführung nicht nur als Indiz für einen bevorstehenden IPO, sondern hält sogar einen Verkauf von eharmony für möglich.

Sollte eine dieser Vermutungen eintreffen, werden gerade die deutschen Partnervermittlungen mittelfristig wohl verschiedene Szenarien durchspielen, um ihre Internationalisierungs-Stragien zu überprüfen. Denn eines dürfte klar sein, sollte eharmony von einem "Big Player" des Internets einverleibt werden oder sich die "Kriegskasse" bei einem IPO füllen, so ist auf jeden Fall ein Wechsel der Unternehmensstrategie zu erwarten. Der Ansatz des "Shareholder value" bedingt Wachstum, Wachstum, Wachstum. Und es ist kaum anzunehmen, dass Old Europe in den zukünftigen Überlegungen von eharmony keine Rolle spielen wird.