Dienstag, Oktober 11, 2005

Partnervermittlungen machen sich schick III (ElitePartner)

Wie den regelmäßgen Lesern unseres Blogs sicherlich nicht entgangen ist, bemüht sich die Redaktion immer sehr diplomatisch und ihrem hanseatischen Naturell entsprechend, sich kühl und zurückhaltend bei zu äußernder Kritik zu verhalten. Diesmal müssen wir uns aber dem rheinischen Temperament beugen:

Gerade bei ElitePartner hatten wir eigentlich bei einem Relaunch fest mit einem Designfeuerwerk gerechnet, kennen wir doch den Geschäftsführer als jemanden mit stets stilsicherem Auftreten, einem Händchen für die Mode und einem sehr exquisiten Geschmack für die schönen Dinge im Leben. Und dann das! Wie konnte das nur passieren? Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, in diesem Fall aber sicher nicht. Der neue Auftritt von ElitePartner ist schlicht und einfach grottenhäßlich. Das nicht zu ignorierende Hintergrund-"Kack-Braun" auf der Seite sprengt jegliche Toleranzgrenzen des Betrachters. Wir entschuldigen uns für den Ausdruck - aber er ist einfach treffend.


Liebes ElitePartner-Team, dass kann doch nicht Euer ernst sein. Wir hoffen, dass sich das schnell ändert, sonst sehen wir uns gezwungen, beim nächsten Test-Update für das Design zum ersten Mal Null Punkte zu vergeben.

Da die Seite laut Pressemitteilung gerade Frauen ansprechenden soll, haben wir natürlich sofort einige Damen befragt, weil wir doch etwas verunsichert waren und befürchteten über Nacht jegliches Geschmacksempfinden auf mysteriöse Weise verloren zu haben. Kurz gesagt: Nein! Das Urteil von acht weiblichen Probanden lautete von "unfaßbar scheußlich" bis "auf Körperverletzung verklagen". Die anderen Neuerungen bei der Seite werden wir uns erst genauer ansehen, wenn unsere Augen vom gewählten Farbton nicht mehr belästigt werden.

Eins ist uns dann auch noch sehr unangenehm aufgestossen: Die Ergebnisse der Stiftung Warentest wurden und werden immer noch heftigst diskutiert, zumal der mediale Konsenz ein negatives Bild auf die Branche wirft. Dass dann aber ein Unternehmen dieses Negativ-Ergebnis auch noch für eine eigene Pressemitteilung mit folgender Überschrift nutzt, ist schon mehr als dreist:


Stiftung Warentest bemängelt die Qualität vieler
Online-Partnervermittlungen – ElitePartner setzt auf Klasse statt Masse.

Die Stiftung Warentest hat in einer Vorabselektion die besten Datingportale ausgewählt, die dann ausführlicher getestet wurden. Elitepartner gehörte nicht dazu - ob das richtig war, sei einmal dahingestellt. ElitePartner kann also eigentlich nur froh sein, nicht in den Ergebnissen aufzutauchen. Machmal ist Schweigen Gold...

PS: Ein Screenshot ließ sich zum Glück nicht hochladen, da das Bildbearbeitungsprogramm sich weigerte.