Dienstag, Oktober 11, 2005

Partnervermittlungen machen sich schick II (DZF)


Bei dem zweiten Frühling fiel uns sofort auf, dass man jetzt anscheinend wirklich den Namen zum Programm macht und sich auf die Best-Ager und Senioren fokussiert. Bezeichnete man sich vor kurzem noch als " die Partnervermittlung ab 35", so ist die Zielgruppe jetzt jenseits der 40. Durchaus ein plausibler Schritt, so ist doch hinlänglich bekannt, dass diese Zielgruppe äußerst zahlungskrätig ist und enorme Wachstumspotentiale offeriert. Im Gegensatz zu den USA steht in diesem Segment der Boom noch bevor und die Nische ist in Deutschland nicht nachhaltig besetzt. DZF versucht augenscheinlich dies zu ändern. Allerdings erwarten wir, dass schon bald andere Unternehmen einfach Ihr Datingangebot diversifizieren, um dann mit einer Dachmarkenstrategie a la "Seniorfriendfinder" auch an den Umsätzen dieser Nische zu partizipieren.

Richtig durchgezogen hat man diesen Ansatz auf der Seite allerdings nicht. DZF möchte sich als Premium-Partnervermittlung aufstellen, wirkt aber unter anderem durch die Verwendung von Begriffen wie "Chiffre", "Anzeigenmärkte", "Kontaktanzeige" auf den ersten Blick wie eine Singlebörse. Eine Partnervermittlung ist aber gerade kein Anzeigenmarkt. Obwohl es auf der Startseite wenig wirklich wichtige Infos zum Produkt gibt, wirkt die Seite überfrachtet und unübersichtlich. Definitiv wird auf jeden Fall eine Menge Platz für Punkte wie "Presse-Partner" verschwendet, die Partnersuchende nun überhaupt nicht interessiert. Potenzielle Kooperationspartner wissen eigentlich, dass man im Footer die benötigten Infos bekommen sollte.

Völlig verwirrend ist der Menüpunkt "Chiffre" bzw. "Online ID" mit einer Erklärung, die frühestens beim zweiten Lesen verständlich wird, aber nicht das von DZF gewollte - den eigentlichen Mehrwert dieser Leistung -anteasert. Formuliert ist sie für Leser einer Zeitung, die hier eine Chiffre eingeben können, um mehr Infos über den Partner aus einer Printanzeige zu bekommen. Auf der weiterführenden Seite wird dann das eigentlich Interessante, die Möglichkeit der Kombination von Online- und zusätzlicher Printanzeige in einer regionalen Zeitung zwecks höherer Erfolgsaussichten bei der Partnersuche, auch zutreffend erklärt. Möchte der User sich dann unter dem weiterführenden Link eine Übersicht der Pressepartner anschauen, so wird ihm nun überaschenderweise die Möglichkeit offeriert, Online- oder Print-Partner zu werden...

Besucher einer Webseite entscheiden innerhalb weniger Sekunden, ob sie sich eine Seite näher anschauen. Gerade ältere Semester sind nicht nur durch Bilder von grauhaarigen Models zu begeistern, sondern erwarten ein großes und hochwertiges Informationsangebot zur Dienstleistung "Partnervermittlung" , das DZF ja durchaus bietet, nur wirklich annehmen sollte man das auf den ersten Blick leider nicht. So liest der sich den zweiten Frühling erhoffende, dass er bei DZF besonders gute Chancen hat den Traumpartner zu finden - warum wird nicht erwähnt. Erst durch Runterscrollen erblickt man die wirklich interessanten Facts, wie die Erwähnung der Zusammenarbeit mit der Uni Mannheim. Das Layout läßt den ersten Abschnitt jedoch als Ende der Seite erscheinen. Die meisten User werden hier leider nicht runterscrollen.

Fazit: DZF ist auf dem Weg sich ein eigenes Profil auf dem Dating-Markt zu verschaffen. Weg von der Copy-Version des Marktführers, wie fast alle neuen Wettbewerber beim Start, zum eigenständigen Auftritt. Man hat eine interessante Strategie eingeschlagen, aber in der Umsetzung gibt es doch noch einiges an Optimierungsbedarf.

1 Kommentar:

Team SBV meinte...

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